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14.Mai 2010: Babies und Kleinkind Schulungsprogramm für Hörscreener Sachsen-Anhalts
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Seit dem 1. Januar 2009 besteht für alle Neugeborenen ein gesetzlicher Anspruch auf die Untersuchung des Hörvermögens nach der Geburt. Ziel dieser Früherkennungsuntersuchung ist die frühzeitige Diagnostik von Kindern mit permanenten Hörstörungen sowie die rechtzeitige Einleitung einer Therapie, um das HÖREN als Grundvoraussetzung für die Sprachentwicklung sowie eine ungestörte emotionale und psychosoziale Entwicklung der Kinder zu gewährleisten.
Laut aktueller Kinderrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 19. Juni 2008 sollen Hörstörungen "bis zum Ende des 3. Lebensmonats diagnostiziert und eine entsprechende Therapie bis Ende des 6. Lebensmonats eingeleitet sein".
Der Förderverein "Sachsen-Anhalt hört früher e.V.", für den Gesundheits- und Sozialminister Norbert Bischoff die Schirmherrschaft übernommen hat, setzt sich das Ziel, das Neugeborenenhörscreening in Sachsen-Anhalt zu fördern und die Beteiligten zu unterstützen. Dabei ist die dauerhafte Etablierung einer Trackingzentrale unabdingbar. Als Trackingzentrale für Sachsen-Anhalt fungiert das Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt, das vom Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt finanziell gefördert wird. Über diese spezielle Anlaufstelle kann eine Beratung und Unterstützung der betroffenen Familien bei der fortführenden Diagnostik in Zusammenarbeit mit den Geburtseinrichtungen, Hebammen, Kinder- und HNO-Ärzten und den Pädaudiologischen Zentren realisiert werden. Der Förderverein möchte mit seiner Arbeit auch die Frühförderung von Kindern mit Hörstörungen unterstützen. Ein wichtiger Baustein zur Erreichung dieser Ziele ist die Schulung und Fortbildung des Personals, das die Untersuchungen im Rahmen des Neugeborenenhörscreening und die weitere Diagnostik durchführt.
Daher fand Ende April das 1. Schulungsprogramm "Neugeborenenhörscreening Sachsen-Anhalt", das vom Förderverein "Sachsen-Anhalt hört früher e.V." organisiert und durchgeführt wurde, in Magdeburg statt. Etwa 80 Vertreter aus den Bereichen der Geburtshilfe, Kinderheilkunde und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde konnte Privatdozent Dr. Ulrich Vorwerk, leitender Oberarzt der HNO-Universitätsklinik Magdeburg und Vorsitzender des Fördervereins, begrüßen. Für September 2010 ist eine zweite Fortbildungsveranstaltung mit gleichem inhaltlichem Schwerpunkt in Halle geplant. Somit soll sichergestellt werden, dass alle Beteiligten des Hörscreening mit diesem Schulungsprogramm regional erreicht werden können.
Nähere Informationen zum Neugeborenenhörscreening und zum Förderverein im Internet unter www.angeborene-fehlbildungen.com Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | Pressemitteilung | 07.05.2010
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