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15.Mai 2010: Psyche
Kaufsucht als Krankheit?
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Psychologische Studie der Universitäten Köln, Düsseldorf und Münster soll Aufschluss über die Ursachen von Kaufsucht geben

Aktuelle Werbeslogans wie „Mai ist das billig“, „Schnäppchen satt“ oder „20 Prozent auf alles“ animieren viele Menschen zum Kauf. Einkaufen ist zwar eine beliebte Freizeitbeschäftigung,  doch für manche Verbraucher entwickelt sich das Einkaufen zu einer Sucht.

Laut einer Berechnung der Techniker Krankenkasse leiden rund 800.000 Menschen in Deutschland unter Kaufsucht. Kaufsuchtgefährdet seien rund vier Millionen Deutsche, also knapp fünf Prozent.

Für eine umfangreiche psychologische Untersuchung der Universität zu Köln, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster und der Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie sucht die Doktorandin Sinje Meiners Personen, die Schwierigkeiten auf Grund ihres Kaufverhaltens haben und an dieser Studie teilnehmen möchten. Ihr Doktorvater an der Universität zu Köln, Professor Alexander Gerlach vom psychologischen Department der Humanwissenschaftlichen Fakultät, und ihr Doktorvater Professor Reinhard Pietrowsky vom Institut für Experimentelle Psychologie der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität werden die Studie leiten.

Ziel der Studie ist es, mehr über die Ursachen und Faktoren der Kaufsucht zu erfahren. „Über Kaufsucht ist noch viel zu wenig wissenschaftlich bekannt - das erschwert die Hilfe für Betroffene sehr“ sagt Professor Alexander Gerlach vom psychologischen Department der Humanwissenschaftlichen Fakultät. Die Ergebnisse könnten die Entwicklung weiterer Behandlungsmöglichkeiten unterstützen.

Kaufsüchtige Menschen haben einen starken Drang zu kaufen. Sie kaufen wesentlich häufiger und mehr als sie sich zuvor vorgenommen haben. Sie kaufen sich zudem Dinge, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können oder gar nicht brauchen. Finanzielle Probleme und Auseinandersetzungen innerhalb der Familie oder mit Freunden sind oft die Folge.

Informationen zur Studie, zur Teilnahme und zu den Fragebögen gibt es im Internet unter:



Universität zu Köln | Presseinformationen | 05.05.10

Von: Pierre Hattenbach

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